Forschung

Forschungsgebiete der Lehreinheit Mikrosoziologie und Sozialpsychologie

Der zentrale Ausgangspunkt für die in der Arbeitseinheit durchgeführten Forschungsarbeiten besteht in der Annahme, dass sich eine soziale Situation nicht unmittelbar auf das Verhalten von Personen auswirkt. Vielmehr wird angenommen, dass Personen "objektive" soziale Situationen ganz unterschiedlich interpretieren und so eine subjektive Repräsentation der Situation darstellen. Diese interne Repräsentation beeinflusst dann wiederum das Verhalten. Dies hat zur Folge, dass die objektiv gleiche Situation sehr unterschiedliche Konsequenzen nach sich ziehen kann. Ausgehend von diesen Grundüberlegungen wird der Frage nachgegangen, wie Individuen soziale Situationen subjektiv repräsentieren und wie diese subjektiven Repräsentationen das Denken und Verhalten von Personen beeinflussen. Diese internen, kognitiven Prozesse werden vor dem Hintergrund verschiedener inhaltlicher Bereiche (wie z.B. Personenwahrnehmung, Einstellungsänderung, Werbung, Kommunikation) einerseits mit experimentellen Versuchsanordnungen untersucht. Anderseits wird komplementär dazu versucht, die gleichen Fragestellungen auch mit vorliegenden respräsentativen Datensätzen zu betrachten. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf dem Wechselspiel von emotionalen und kognitiven Prozessen bei der Urteilsbildung.
 
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